Ohne SEO-Content interessiert sich Google nicht für deine Website. Schocker. Aber das weisst du ja schon, sonst wärst du nicht hier.
Du willst also vermutlich nicht wissen, ob du SEO-Texte schreiben lernen solltest, sondern wie du Texte für Suchmaschinen optimieren kannst. Wohin müssen die Keywords? Was kannst du machen, damit kreative SEO-Texte statt Standard-Gelaber rauskommen?
Ja, das klingt erst mal nach vielen Fragen. Aber eigentlich ist Texte für SEO schreiben gar nicht so schwer. Ich zeig dir, wie’s geht. Und wenn du dafür keine Zeit hast, merk dir zumindest diese drei Stichworte: Keyword-Auswahl. Suchintention. Struktur.
Kurze Antwort
SEO-konforme Texte sind Website-Texte, die auf die Absicht hinter einer Google-Suchanfrage zugeschnitten sind. Diese Absicht heisst Suchintention. Das Ziel ist es, dass die Website weit vorne in den organischen Suchergebnissen auftaucht.
SEO-Content (Text, Videos, Podcast, …) enthält bestimmte Suchbegriffe, die Keywords. Nicht spammy und wild verstreut, sondern an den richtigen Stellen.
ABER: Du schreibst einen Text nie „für Google“, sondern immer für jemanden, der googelt. SEO-freundliches Texten heisst, für den User zu schreiben.
Die wichtigsten Schritte sind: Keyword-Recherche, Konkurrenzanalyse, Suchintention verstehen und eine Textstruktur, die man gut überfliegen kann.
Was ist ein SEO-Text?
Ein SEO-Text ist ein Website-Inhalt, der eine bestimmte Absicht hinter einer Suchmaschinenanfrage bedienen soll. Dafür bringt er ein paar bestimmte Eigenschaften mit:
- HTML-Überschriften mit relevanten Keywords
- präzise Sprache
- kurze Absätze
- visuell übersichtliche Aufbereitung
Glückwunsch: Wenn du diese Grundregeln verinnerlicht hast, hast du verstanden, wie man SEO-optimierte Texte gestaltet.
Ja, selbst wenn wir mittlerweile überall KI-Inhalte haben und einem ständig die „SEO vs. GEO“-Debatte angedreht wird. Stress dich da nicht. Am Grundprinzip, welche Inhalte Sichtbarkeit kriegen, hat sich wenig geändert.
Wie du SEO-Content erstellen kannst: step by step (inklusive SEO-Text-Beispiel)
Das Was hätten wir also schon mal. Bleibt nur das Wie. (Wenn du das auch schon drauf hast, good for you. Dann spring am besten runter zu den SEO-Text-Tipps.)
Ich zeige dir im Anschluss Schritt für Schritt, wie du SEO-konforme Texte am besten angehst. Schau dir dabei unbedingt auch die konkreten Beispiele an. Oder probier selber aus, was dir dazu jeweils in den SERPs aufällt usw. SEO-Content schreiben ist zu einem grossen Teil Übungssache.
Schritt 1: Keyword-Recherche
Für deinen SEO-Content musst du zuerst rausfinden, was deine Hauptkeywords sind, also die wichtigsten Suchbegriffe. Jetzt denkst du vielleicht: „Pfff, weiss ich doch längst!“.
Wirklich? Ganz sicher? Glaub ich nicht. Mach dir lieber einmal gründlich die Arbeit.
Ehrlicherweise ist das aber ein Thema für sich. Deshalb empfehle ich dir, an dieser Stelle direkt meine Anleitung zur Keyword-Recherche abzuspeichern. Dort findest du die Erklärung, wie es geht. Vielleicht hilft dir ausserdem mein SEO-Tool-Vergleich 2026 weiter.
An der Stelle lasse ich dir vor allem die wichtigsten Tipps da:
- Schau nicht nur auf das Suchvolumen. Sondern darauf, ob du realistische Chancen hast, zu ranken. Was hast du davon, wenn du in den Suchergebnissen an irgendwelchen Giganten vorbeiziehen müsstest? Nichts für ungut, aber wie wahrscheinlich ist das?
- Long-Tail-Keywords sind dein Freund. Das sind sehr spezifische Suchanfragen, die oft aus vielen Wörtern bestehen. Entsprechend haben sie nicht so viel Suchvolumen, aber du kannst damit gezielt eine kleinere Nische abdecken.
- Mach die Recherche für das richtige Zielland. Sprichst du ein Zielpublikum in der Schweiz, in Österreich oder Deutschland an? Kannst du mir glauben oder nicht, aber ja: Es macht teilweise einen Unterschied.
- Jede Seite hat ein Main Keyword. Eins. Nur eines.
Schritt 2: Suchergebnisse analysieren
Jetzt weisst du, wofür du ranken willst. Als Nächstes musst du schauen, was dafür tatsächlich rankt. Was wollen die Leute sehen? Was ist die zentrale Suchintention?
Hier wird gerne unterschieden zwischen informativ, kommerziell usw. Das stimmt zwar grundsätzlich, aber verlass dich nicht nur auf die klassische Kategorisierung. Viele Keywords haben eine gemischte Suchintention.
Statt einer rein theoretischen Einschätzung schaust du dir deshalb die Google-Suchergebnisse an.
Was kommt da alles daher? Ein paar Beispiele, wie die SERPs aussehen können und was dir das verrät:
- extrem viele Anzeigen – stark umkämpfter Suchbegriff
- längere Textbeiträge – Bedarf nach Information und/oder Meinung
- Video-Anleitungen – nur Text reicht nicht
- Shop-Seiten – Kaufentscheidung ist so gut wie getroffen
- eine Mischung aus Beratungs- und Shopping-Angeboten – fifty-fifty: Manche User sind noch unsicher, andere klicken schon fast auf „Kaufen“.
Machen wir den Test: Jemand googelt „website baukastensystem“.
Was denkst du, will dieser User? Eine solche Website erstellen? Oder erst mal wissen, ob das eigentlich schlau ist, welche Anbieter es gibt, was die Kosten sind usw.? Die Suchvorschläge sagen ziemlich deutlich: könnte alles sein.

Genau solche Punkte findest du nur raus, wenn du das Keyword selber im Inkognito-Modus googelst.
Schritt 3: Content-Struktur planen
Jetzt weisst du, welche Content-Elemente und Hauptthemen du für dieses bestimmte Keyword abdecken solltest.
Damit kannst du anfangen, dein SEO-Text-Gerüst zu bauen. Du überlegst dir …
- den Umfang. Reichen ein paar hundert Wörter oder braucht es mehr Tiefe?
- ob du neben deinem SEO-Text auch ein anderes Medienformat brauchst, z. B. ein Video.
- welche Keywords du in welche Überschriften packst. Was hat Priorität in der H1- und den H2-Überschriften?
Übrigens: Am allerwichtigsten ist dabei die H1, sprich, die Hauptüberschrift des Beitrags. Wenn du hier dein Main Keyword sinnvoll unterbringst, ist das die halbe Miete. Bei allem anderen kannst du kreativer werden. Das Ziel ist eine logische Reihenfolge (und bloss keine falschen Versprechen).
Nehmen wir für unser Beispiel mal an, du hast empfindliche Ohren. So richtig empfindlich. Also suchst du nach einer richtig leisen Kaffeemaschine.
Hier das Top-Ergebnis für “sehr leise Kaffeemaschine” auf google.de:

Quelle: https://www.coffee-tasters.de/leiser-kaffeevollautomat/
Gehen wir das durch: Was ist hier die Suchintention? Genau, verdammt nochmal endlich eine leise Kaffeemaschine finden.
Soll heissen, der User will bestimmte Produkte als Empfehlung sehen. Dementsprechend sind die weiteren H2-Überschriften allesamt konkrete Modelle von grossen Marken.
Ich wage zu behaupten, dass wirklich rein gar niemand nach einem Secondary Keyword wie „Flüsterleises Mahlwerk bei [Marke]“ googelt. Und trotzdem ist das hier eine H2-Überschrift. Warum? Weil solche Formulierungen komplett egal sind, solange der Beitrag insgesamt die Suchintention trifft.
Das tut er hier, weil er a) Modellvorschläge macht und b) gleich am Anfang (!) klassische SEO-Suchanfragen in dem Kontext bedient, siehe Screenshot.
Schritt 4: SEO-Text erstellen
Glückwunsch, du bist beim unkompliziertesten Schritt angekommen: Die Content-Hütte steht, jetzt musst du sie nur noch fancy mit Text (und ggf. Videos, Audio, Grafiken etc.) einrichten.
Recht viel mehr gibt’s zu diesem Schritt tatsächlich nicht zu sagen. Nur eine ganz wichtige Sache: Mach es nicht zu kompliziert. Ein SEO-Text muss inhaltlich stimmen, irgendwas bringen und für einen Menschen gut lesbar sein. Ja, für einen Menschen.
Ich werde manchmal gefragt, ob man denn jetzt eh nur mehr für Maschinen schreibt. Kurze Antwort: Nö. Die ausführliche Antwort gibt’s im Video:
Schritt 5: Feinschliff
Jetz hast du es fast geschafft – fehlt noch das Nachoptimieren. Das heisst, du bringst den SEO-Text in eine (noch) knackigere Form:
- Absätze einfügen (am besten zwischen 3–5 Zeilen bleiben)
- wichtige Stellen fetten
- interne Verlinkungen einfügen, d. h. auf passende andere Seiten deiner Website verweisen
- Medien zur Auflockerung ergänzen
- … und dabei auf Barrierefreiheit achten (Alt-Text etc.)
- checken, ob du bestimmte Begriffe simpler erklären solltest
- passende CTAs einbauen: Ist klar, was der User auf deiner Seite als Nächstes machen soll?
Apropos CTA: Jetzt wäre ein perfekter Augenblick, dich für meinen Newsletter anzumelden. Denn Google hasst dich.
Google hasst dich!
Wenns um SEO oder GEO geht ist das, was du nicht weisst, was gefährlich werden kann. In meinem Newsletter sorg ich dafür, dass du jeden Tag etwas mehr weisst:
Schritt 6: Title Tag und Meta Description
Und da ist er, dein wunderschöner neuer SEO-Text. Jetzt fehlt nur noch das, was Google zu dieser Seite ins „Schaufenster“ packt: Title Tag und Meta Description. Beides sollte das Main Keyword enthalten, dazu eine Handvoll passender Secondary Keywords.
Auch hier musst du schauen, wie die Konkurrenz es angeht. Ungefähr folgende Länge hat sich bewährt:
- Title Tag: max. 55 Zeichen
- Meta Description: max. 155 Zeichen
Teste am besten mit einem Tool, wie Title und Description dann ausgespielt werden. Ich verwende gern das Plugin Detailed SEO Extension oder den Serp Snippet Generator von Sistrix.
Produkttexte für SEO, Landingpage, Ratgeber? SEO-optimierte Texte je nach Seitentyp
Das war der Schnelldurchlauf. Dieses Vorgehen kannst du beim SEO-Texte-Schreiben immer genau so anwenden, am Grundprinzip ändert sich nichts. Aber es macht doch einen Unterschied, für welchen Seitentyp du SEO-Content erstellen willst.
Was ich damit meine:
- Beim Startseitentext muss ganz klar werden: Was gibt es hier? Was kann ich als User auf dieser Seite machen? Wohin soll ich als Nächstes klicken?
- Bei Produktseitentexten reicht die reine Textbeschreibung je nach Nische nicht aus. Vielleicht wollen User sehen, ob der Stoff von dieser einen hellen Hose durchsichtig ist, oder wie man dieses eine Regal zusammenbaut.
- Bei informativen Texten wie Ratgebern kann es sein, dass nicht reine Info, sondern explizit eine Meinung gefragt ist. Wie stehst du zu Thema XY?
- Bei Landingpages hast du das Ziel, eine bestimmte Nutzerhandlung zu generieren, z. B. die Newsletter-Anmeldung. Das heisst, du musst im SEO-Text unmittelbar klar machen, was der User von der Handlung hat.
- Social-Media-SEO-Texte enthalten auch Keywords, müssen aber umso mehr kurz und knackig bleiben.
- Die FAQ-Section am Ende eines (langen) Beitrags ist ein superpraktischer Weg, noch ein paar Long-Tail-Keywords abzugreifen. Wenn du die FAQs mit Schema Markup markierst, ziehst du vielleicht den Jackpot und deine Antwort wird in den Suchergebnissen ausgespielt.
Die wichtigsten SEO-Texte-Tipps für kreativen SEO-Content
Wie man das in einem Ratgeber so macht, darf am Ende natürlich was nicht fehlen? Genau, die Tipps. Wenn ich zusammenfassen müsste, was jeder SEO-Texter aus meiner Sicht wissen sollte, wäre das:
- Stress dich nicht mit der Keyword-Dichte. Ja, zu vollgestopft mit dem Main Keyword ist schlecht. Es wirkt einfach spammy. Aber Google sucht auch nicht aktiv nach den bösen Textern, die ihre Keywords zu oft verwenden.
- Konzentrier dich auf Themen- statt Keywordoptimierung. Soll heissen: lieber inhaltlich umfassend am Start sein als eine 100 Prozent perfekte Überschriftenstruktur hinlegen.
- Überschriften üben! Jede Überschrift muss konkret sein und was du da versprichst, musst du auch einhalten.
- Ja, Keywords in Überschriften übernehmen, klingt manchmal fad. Aber für solche Fälle arbeitest du einfach mit zusätzlichen Untertiteln. Google-Crawler beachten besonders die H1. Ob du dich in eventuellen Untertiteln komplett austobst, ist denen egal.
- Bleib bei der Faustregel „Pro Haupt-Suchintention eine Seite“. Du kannst nicht mit einer einzigen URL alle Intentionen abdecken.
- Sparsam mit KI-Content. Klar kannst du die KI deinen tollen SEO-Content erstellen lassen. Aber das macht halt mittlerweile jeder. Tja, wer’s mag.
- Aktualisier deine SEO-Texte regelmässig. Schau ein- bis zweimal im Jahr, ob alles noch auf dem richtigen Stand ist. Funktionieren die Links nach wie vor, musst du irgendwo Infos ergänzen? Usw.
Kannst du jetzt SEO-Texte schreiben?
Ich hoffe schon. Gleichzeitig ist es einfach Übungssache. Denk dran, es muss nicht gleich perfekt sein. Solange deine SEO-Texte
- die Suchintention treffen, du
- gut verständlich schreibst und
- dein Content sinnvoll strukturiert ist,
kann nicht viel daneben gehen.
Und wenn du dir zu der ganzen Sache jetzt noch mehr Beispiele wünschst und richtig eine im Detail-Anleitung, bei der ich dich am Händchen nehme, hab ich was für dich: das SEO-Texte-schreiben-Playbook.
In diesem Sinne, jetzt bist du dran.
FAQ
Wie schreibt man einen SEO-Text?
Indem man ein Main Keyword und passende Secondary Keywords festlegt, die Suchintention bestimmt und dann den Textaufbau und -inhalt darauf ausrichtet.
Kann ChatGPT SEO-Texte schreiben?
Ja. Da sollte aber immer nochmal ein Mensch nacharbeiten. Überschriftenstrukturen kannst du gut übernehmen, längere Texte klingen schnell klassisch nach KI.
Wie schreibe ich gute SEO-Texte?
Indem du überlegst, was du selber für diesen Suchbegriff gern sehen würdest. Und indem du dich kurz und prägnant hältst, passende Beispiele bringst und nicht rumschwafelst.
Wie lange sollte ein SEO-Text sein?
Das hängt vom Hauptkeyword ab. Dieser Ratgeber z. B. hat rund 2.000 Wörter. Manche Sachen kann man nicht mit ein paar hundert Wörtern erklären.
