Es gibt SEO‑Aufgaben, die man schnell manuell überprüft hat. Es gibt andere SEO‑Aufgaben, die etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Und dann gibt es diese Herausforderungen, vor denen man steht und sich denkt: Da bräuchte ich jetzt eine Menge Daten – wie komm ich nur an diese Daten? Und genau hier sind APIs das, was wir brauchen.
In diesem Beitrag hab ich für dich einige dieser APIs, die für uns im SEO relevant sind, bewertet. Inklusive Anwendungsbeispiele, wie ich diese in meiner SEO‑Arbeit verwende. Lass dich inspirieren mit der ein oder anderen Idee, von der du vielleicht nicht mal gewusst hast, dass sie eine API lösen kann.
Kurze Antwort
Was ist eine API?
API = Application Programming Interface – auf gut Deutsch eine Programmierschnittstelle zu einem Programm. Damit kannst du über Code auf Daten zugreifen, ohne das Programm öffnen zu müssen.
Dank KI und LLMs ist eine API nun auch nicht mehr nur für Programmierer gedacht, sondern jeder kann sich schnell mal ein Script erstellen und eine API einbinden.
Wer braucht eine SEO API überhaupt?
Für KMUs: In 99,9% der Fälle brauchst du gar keine SEO‑API. Ein sauberes Data-Studio-Dashboard, oder ein Plugin, das für dich die API von Google Search Console direkt verwendet und in Sheets zieht, reicht absolut aus.
Für SEO-Consultants und Agenturen: SEO‑Tool-API wie SE Ranking + Google Search-Console-API für die tägliche Arbeit, DataForSEO on top. Das alles liegt ein bisschen an deinen Anwendungsfällen (aka deinen Kunden) und den Tools, die du sonst so verwendest für SEO‑Tasks.
Für Produktteams und Entwickler: Wenn du SEO-Daten in ein eigenes Produkt einbaust (ein Tool, ein Dashboard, ein Content-Assistent) kommt es ganz auf deine Anforderungen an. SE Ranking API ist gut, wenn du das komplette SEO-Paket willst, inklusive AI Search Visibility. DataForSEO passt, wenn du direkte Daten von Google & Co mit Pay-per-Request brauchst und maximale Flexibilität bei den Endpoints. SerpApi, wenn es wirklich nur um SERPs geht.
Wenn du dich eher für die klassischen SEO-Tools interessierst statt für APIs, hab ich hier meinen ausführlichen Vergleich der besten SEO-Tools 2026 – den solltest du zuerst lesen.
Wann du überhaupt eine SEO API brauchst
Ganz ehrlich, nicht jede Firma braucht eine SEO API.
Wenn du oder deine Kunden eine kleine Webseite haben, vielleicht 20 Unterseiten, und dein SEO-Setup aus Google Search Console plus einem günstigen Rank-Tracker besteht, dann lass die API in Ruhe. Eine API löst kein Problem, das du noch nicht hast.
Eine API brauchst du erst, wenn eines dieser Dinge auf dich zutrifft.
- Du willst SEO-Daten in ein anderes System pushen. Dein CRM, dein Data Warehouse, Google Sheets, dein Looker Studio (ach nein, heisst ja jetzt wieder Data Studio), dein Notion-Setup. Und auch hier gibt es oft Native Connections (mehr dazu später).
- Du hast repetitive Arbeit, die du automatisieren willst. Jeden Monat dieselbe Auswertung für 20 Kunden, zum Beispiel.
- Du willst eigene interne Tools bauen. Weil dein Anwendungsfall so spezifisch ist, dass keines der bestehenden Tools ihn sauber abdeckt.
- Oder, und das ist neu in 2026, du willst SEO-Daten mit einem AI-Assistenten kombinieren, ohne selber zu programmieren.
Aber vergiss nie: Du brauchst zuerst einen Anwendungsfall – dann die API. Genug tolle Ideen, wie wir Probleme, die wir vorher gar nicht hatten, nun mit KI lösen, gibt’s schon da draussen, da brauchen wir nicht noch die API mit reinzuwerfen.
Meine Kriterien für eine gute SEO API
Bevor ich mich in die Tools stürze, hier worauf ich bei einer API schaue.
Datenqualität für DACH und speziell für die Schweiz. Die Datenqualität hinter der API hängt natürlich immer vom Tool dahinter ab. Wie ich das auch schon bei meiner Bewertung der SEO‑Tools geschrieben habe, ist für mich der DACH‑Markt und vor allem die Schweiz wichtig, da hier meine Kunden sitzen.
Preis-Leistung im realen Nutzungsalltag. Nicht der Einstiegspreis-Preis, sondern was kostet dich der typische Use Case tatsächlich. Manche APIs wirken günstig und werden teuer, weil du für jede kleinste Abfrage Credits verbrennst.
API-Dokumentation, die du auch wirklich verstehst. Wenn ich nach 10 Minuten nicht rausfinde, wie ich den ersten Call absetze, ist die Doku schlecht gemacht. Und auch wenn ich das nicht selber versuche: ChatGPT muss das auch zuerst mal verstehen. Ohne gute Dokumentation ist es scheissegal, wie mächtig die API dahinter ist.
AI- und MCP-Integration. Sollten wir das Ganze mit KI lösen wollen, ist es natürlich auch wichtig, ob wir eine API direkt an Claude, ChatGPT oder einen eigenen Agenten hängen können.
Praktischer Nutzen im Alltag. Der wichtigste Punkt. Welcher Arbeit lässt sich damit wirklich schneller oder besser machen? Wenn die Antwort ein «theoretisch könntest du …» ist, interessiert mich die API nicht. (Wiederholung: Zuerst das Problem, dann die API!)
Die besten SEO APIs 2026 im Vergleich
1. SE Ranking API + MCP
Gute Daten, fairer Preis und einsteigerfreundlich für alle, die ihre SEO-Prozesse mit KI automatisieren wollen
Link zur SE Ranking API
SE Ranking als Tool verwende ich für alles, was Keyword-Recherche, Konkurrenzanalyse, Backlinks und AI Search Visibility angeht. Die SEO API bringt genau diese Daten dorthin, wo ich gerade arbeite.
Meine Kundenprojekte liegen komplett in SE Ranking, und über die API ziehe ich alle relevanten Daten in ein zentrales Data-Studio-Dashboard. Das Dashboard nutze ich sowohl intern für mich als auch für Reportings für Kunden.
Für schnelle Analysen hab ich vor Kurzem ihr MCP entdeckt. Das heisst, ich frage Claude zum Beispiel: «Analysier die Top 10 für ITSM Beratung Schweiz und vergleich mir die Backlink-Profile mit meinem Kunden.» Claude ruft im Hintergrund die passenden MCP-Tools auf, zieht die Daten, strukturiert sie, gibt mir eine priorisierte Liste. Fertig.
Kurz, was du damit abfragen kannst:
- Keyword-Daten
- Rankings samt historischer Entwicklung
- Backlinks, eigene und von der Konkurrenz
- SERPs mit AI Overviews
- Site-Audit-Ergebnissen
- AI Search Visibility in ChatGPT, Perplexity und Gemini
Stärken:
Die SE Ranking API lässt sich sauber in Data Studio und Google Sheets einbinden. Alle Projektdaten, Rankings, Audits fliessen direkt in dein Dashboard, ohne manuelle Exports. Und wer mit Automatisierungstools arbeitet, kann SE Ranking auch über n8n oder Make integrieren und in bestehende Workflows hängen.
Der zweite grosse Pluspunkt ist der MCP-Server mit über 160 Tools. Damit rufst du echte SEO- und AI Visibility-Daten direkt in ChatGPT, Claude oder Gemini ab und kannst die verarbeiten lassen. Mehr dazu am Ende des Artikels.
Die Datenqualität für die Schweiz ist gut. SE Ranking ist nicht zufällig bei vielen deutschsprachigen Agenturen das Haupttool. Die SERP-Daten für Schweizer Keywords sind solide und falls mal ein Keyword in der Datenbank fehlt, schlag ich es einfach zur Aufnahme vor.
Preislich auch absolut im Rahmen. API-Credits sind bei jedem SE Ranking Plan schon dabei, und wenn dir die ausgehen, kannst du jederzeit nachkaufen. Und wenn du die API ohne die ganze Plattform willst, gibt es ein separates Standalone API-Produkt.
Schwächen:
Die API-Dokumentation war lange Zeit eher technisch geschrieben. Sie wurde in den letzten Monaten stark verbessert, aber du musst dich trotzdem einlesen. Wenn du aber den Einstieg über MCP machst, ist das eh egal, weil Claude oder ChatGPT den technischen Teil für dich übernehmen.
Mein Fazit
Wenn du AI-Workflows ernsthaft angehen willst und keine klare Gegenstimme hast, nimm SE Ranking. Die Datenqualität für die Schweiz ist stimmig, über MCP landest du direkt in Claude oder ChatGPT und preislich passt es auch.
2. Google Search Console API
Die API, mit der eigentlich jedes SEO-Setup anfangen sollte
Link zur Search Console API
Die GSC API ist im Grunde das, was du in deiner Google Search Console im Browser siehst, nur halt als Schnittstelle: Klicks, Impressionen, Positionen, CTR und so weiter. Und sie ist komplett gratis.
Anwendungsbeispiel
Ich verwende die GSC‑API ziemlich oft bei Keywordrecherchen und bei Content Audits. Vor allem um abzugleichen, für welche Keywords wir schon ranken, bzw. um überhaupt ein Content-Audit über die wahren Daten durchzuführen. Auch meine Quick-Win-Analyse, die ich regelmässig für meine monatlichen SEO Betreuungs Kunden mache, geht komplett über die Google Search Console API.
Ein anderes Beispiel für die Verwendung der GSC‑API ist ein Deindexierungs-Tracker. Ich hab ein kleines Tool gebaut mit Google Sheets, das mir für meine Kunden gewisse URLs täglich checkt in der Google Search Console (über die API) und mir sofort meldet, wenn eine URL aus dem Index geflogen ist. So kann es mir nicht passieren, dass eine wichtige Seite plötzlich nicht mehr auf Google ist, ohne dass ich es mitbekomme.
Tipp ohne Programmierkenntnisse
Oft programmiere ich diese API gar nicht manuell über ein Google Sheets Script an sondern zieh mir die Daten über eine Google Sheets Extension rein. Dieses Tool heisst Search Analytics for Sheets und kannst du dir ganz einfach über den Google‑Workspace-Marketplace herunterladen. Die ist dann in jedem deiner Sheets verfügbar und so greifst du super schnell auf GSC und sogar auf Google Analytics Daten zu.
Stärken.
Vor allem sind es Googles eigene Daten. Du kannst mehrere Properties parallel abfragen, was für Agenturen und alle mit mehreren Projekten ein echter Zeitsparer ist. Du kannst die Daten mit allem kombinieren, was du sonst noch hast. Shop-Daten, CRM, Ads-Reports. Und wenn du regelmässig abziehst, baust du dir über die Zeit ein Archiv auf, das weit über die 16 Monate im Interface hinausgeht (auch das ist ein guter Anwendungsfall, solltest du nicht mit Big Query arbeiten wollen).
Schwächen.
Die API gibt dir nur Daten zu Webseiten, die du in der GSC verifiziert hast. Was logisch ist, aber bedeutet, dass du damit keine Konkurrenzanalyse machen kannst. Ausserdem sind die Daten teilweise aggregiert oder mit Sampling versehen (GSC eben), je nach Datenmenge.
Daten für die Schweiz: Natürlich einwandfrei, weil es deine echten Daten sind.
Mein Fazit.
Wenn du mit Automatisierung anfängst, fang hier an. Gratis, echte Daten, alles andere kommt später obendrauf.
3. DataForSEO
Für alle, die selber bauen.
Link zu DataForSEO
DataForSEO ist eine reine API, ohne Dashboard und ohne hübsche Diagramme. Du kriegst die Daten als JSON zurück und baust dir selber, was du damit machen willst. Das klingt jetzt superkompliziert, aber dank KI ist auch das in ein paar Stunden implementiert mit AppScripts.
Anwendungsbeispiel
Ich hab für einen Kunden einen Saisionalitätstracker gebaut. Dabei haben wir uns für Kategorieseiten und Produktseiten (also für die dazugehörigen Keywords) die Entwicklung über die letzten 4 Jahre von Monat zu Monat angeschaut. Um so Trends im Jahr, aber auch über die Jahre festzustellen. Was super spannend ist, ist vor allem im Zusammenhang mit gewissen Theorien aktuell zur KI‑Suche.
Ein anderes Beispiel hier ist ein SERP-Overlap Checker. Mit DataForSEO kannst du dir ganz einfach deinen eigenen in Google Sheets bauen und so schnell SERPs vergleichen, um festzustellen, ob zwei Keywords dieselbe Suchintention abdecken.
Du brauchst nicht zwingend einen Developer (oder ChatGPT) für DataForSEO. Es gibt fertige Integrationen für n8n, Make, ChatGPT und Claude über einen MCP-Server.
Stärken:
Pay-per-Request. Du zahlst nur, was du tatsächlich abfragst. Ideal, wenn deine Abfragen unregelmässig sind oder wenn du zwischendurch grosse Datenmengen ziehst und keine Lust auf monatliche Fixkosten hast. Aber ich empfehle dir, das Dashboard parallel immer offen zu haben während der Entwicklung, um einen Überblick zu haben über die Kosten.
Die Bandbreite der Endpoints ist riesig. SERP-Daten, Keyword-Daten, Backlink-Daten, On-Page-Daten, Business-Daten, Rank Tracking, AI Optimization Endpoints für ChatGPT und Gemini. Für fast jeden SEO-Datentyp gibt es einen Endpoint.
Dazu kommt der schnelle Turnaround. Bis zu 6 Sekunden auf Live-Abfragen. Wenn du Echtzeit-Daten brauchst, kriegst du sie auch.
Schwächen.
DataForSEO ist eine Rohdaten-API, kein Tool. Du baust dein Produkt selbst. Oder zumindest den Weg, wie die Daten zu dir kommen. Das ist weniger eine Schwäche als eine Besonderheit. Aber du musst wissen, worauf du dich einlässt.
Daten für die Schweiz. Hängt natürlich immer ab vom Tool dahinter. Die Daten aus den SERPs – also von Google direkt – sind die echten Daten aus der Schweiz in Deutsch, Französisch oder Italienisch, weil du direkt auf Sprache auch filtern kanns. Wer mehrsprachige Projekte in der Schweiz betreut, kriegt hier also etwas, das viele andere Tools in der Tiefe gar nicht bieten.
Mein Fazit:
Baust du selber was? Dann ja. Willst du einfach SEO machen? Dann nein.
Google hasst dich!
Wenns um SEO oder GEO geht ist das, was du nicht weisst, was gefährlich werden kann. In meinem Newsletter sorg ich dafür, dass du jeden Tag etwas mehr weisst:
4. SerpApi
Wenn es nur um SERPs geht
Link zu SerpApi
SerpApi ist genau das, was der Name sagt. Eine API, die Suchergebnisseiten abgreift und dir das Ergebnis sauber als JSON zurückgibt. Google, Bing, Yahoo, YouTube, Amazon, DuckDuckGo und Dutzende mehr. Über 100 Suchmaschinen-APIs insgesamt.
Ich persönlich nutze SerpApi nicht, einfach weil ich mich damals entschieden habe, für Google die DataForSEO‑API zu verwenden, und bisher noch keinen Anwendungsfall hatte für andere Suchergebnisse.
Für die Anbindung mit KI gibt es einen eigenen MCP-Server, mit dem du SerpApi direkt an Claude oder ChatGPT anhängen kannst. Daneben fertige Integrationen für Zapier, Make und einen Google Sheets Connector. Und dazu hat SerpApi einen eigenen Custom GPT, über den du die Daten direkt aus ChatGPT abfragen kannst, ohne irgendetwas selber aufzusetzen.
Stärken.
SerpApi hat eine der besten API-Dokus, die ich je gesehen habe. Jeder Endpoint hat einen Playground, in dem du die Abfrage direkt ausprobieren kannst, bevor du eine Zeile Code schreibst. Und der Support wird in Reviews durchgehend gelobt, was bei einer Infrastruktur-API, auf die deine Prozesse angewiesen sind, nicht unwichtig ist.
Schwächen.
Der Name sagt es. SERP. Sonst nichts. Keine Keyword-Daten mit Suchvolumen, keine Backlinks, keine Audits. Wenn du mehr brauchst, musst du zusätzlich etwas anderes kaufen.
Dazu kommt, Google hat SerpApi Ende 2025 unter dem DMCA verklagt. Die Verhandlung läuft noch, und ein Plan B schadet bei sowas nie.
Daten für die Schweiz. Grundsätzlich gut. Weil SerpApi die SERPs in Echtzeit abgreift, bekommst du genau das, was ein Schweizer Nutzer in dem Moment auch sehen würde.
Mein Fazit.
Super Nischentool. Wenn dein Use Case wirklich nur SERPs sind, perfekt. Für alle anderen Anwendungsfälle zu eng.
5. Semrush API
Die Semrush API ist gut. Aber sie ist eine Enterprise-API mit Enterprise-Preisen.
Link zur Semrush API
Semrush ist ein SEO‑Tool, so wie SE Ranking und Ahrefs. Und natürlich bieten auch sie eine API an um auf ihre Daten zuzugreifen. Die API gibt dir im Grunde Zugriff auf denselben Datensatz, den du in der Oberfläche bekommst, einfach als Schnittstelle. Allerdings ist die API nur in den teuren Plänen verfügbar.
Wann macht das Sinn? Wenn du oder dein Team sowieso schon tief in Semrush drinsteckt. Grosse Agenturen, die seit Jahren in Semrush arbeiten und ihre kompletten Kundenreports dort bauen, können mit der API ihre Workflows automatisieren. Daten automatisch in interne Dashboards ziehen, White-Label-Reports rauslassen, Share-of-Voice-Tracking automatisieren. Ein sinnvoller Ausbau von etwas, das sowieso läuft.
Stärken.
Riesige Datenbank, breite Feature-Palette. Wenn du Semrush sowieso als Haupttool nutzt und mit einem Enterprise-Plan arbeitest, hast du einen mächtigen Werkzeugkasten an der Hand.
Schwächen.
Der Preis. Die API ist nicht in jedem Semrush-Plan enthalten. Du brauchst entweder den klassischen Business-Plan oder den neueren Semrush One Advanced. Und selbst dann musst du die API-Units, die du tatsächlich verbrauchst, als Add-on dazukaufen. Ungenutzte Units verfallen am Monatsende. Für die meisten ist die Semrush API wahrscheinlich nicht die beste Wahl, am Ende ist das Ganze einfach zu kostspielig.
Daten für die Schweiz. Durchwachsen. In manchen Nischen passt es, in anderen liegst du komplett daneben. Für Schweizer Projekte würde ich mich nicht nur auf Semrush verlassen.
Mein Fazit.
Wenn Semrush sowieso schon dein Haupttool ist und du ein Enterprise-Budget hast, ist die API die logische Erweiterung. Wenn du aber gerade erst überlegst, mit SEO-APIs anzufangen, fang definitiv woanders an.
6. Ahrefs API
Backlinks top, aber nicht billig
Link zur Ahrefs API
Wir wissen alle, dass Ahrefs bei Backlinks stark ist (daher kommen sie einfach historisch). Das ist auch der einzige Grund, warum man bei dem Preis überhaupt drüber nachdenkt. Über die API bekommst du diese Backlink-Daten plus alles andere, was du im Ahrefs-Tool findest. Keyword-Daten, Rank Tracking, Site Audits und so weiter.
Meiner Meinung nach macht die Ahrefs API Sinn bei Teams, die Linkbuilding als Kernbusiness haben. Bei grossen Onlineshops, die regelmässig Backlink-Profile von Konkurrenten im Detail analysieren. Oder bei Agenturen, die für ihre Kunden tiefe Backlink-Audits und digitale PR-Reporting aufsetzen.
Stärken.
Die Backlink-Datenbank von Ahrefs ist nach wie vor eine der grössten und aktuellsten am Markt. Wenn dein Thema wirklich Linkbuilding und digitale PR in einem kompetitiven Markt ist, merkst du den Unterschied in der Datenqualität.
Schwächen.
Teuer. Ahrefs ist in der API-Welt einer der teureren Anbieter, besonders wenn du grosse Mengen an Backlink-Daten regelmässig abfragen willst. Für einzelne Consultants oder kleine Teams ist das oft unerschwinglich.
Daten für die Schweiz. Im Backlink-Bereich gut, bei SERP- und Keyword-Daten für DACH eher durchschnittlich. Ahrefs hat einen klaren Fokus auf den englischsprachigen Raum, und das merkt man im deutschen Markt.
Mein Fazit.
Wenn Backlinks dein Hauptfokus sind und du ein entsprechendes Budget hast, ist die Ahrefs API eine starke Wahl. Für Allrounder wie ich gibt es bessere.
Was MCP ist und wie es dir SEO erleichtert
MCP steht für Model Context Protocol. Anthropic hat es Ende 2024 releast, mittlerweile unterstützen auch OpenAI und Google die Sprache. Was es macht, ist im Grunde simpel. MCP ist eine standardisierte Art, wie AI-Assistenten mit externen Tools und Datenquellen sprechen können.
Vorher musstest du, um Claude oder ChatGPT SEO-Daten zu geben, entweder manuell Daten reinkopieren, einen eigenen Custom-GPT bauen oder einen Developer engagieren, der dir einen Wrapper schreibt.
Mit MCP hängst du einfach einen MCP-Server an deinen AI-Assistenten und der kann dann die Tools dieses Servers nutzen. So, als hätte der Assistent plötzlich Zugriff auf dein SEO-Tool.
Ich nutze dafür den MCP-Server von SE Ranking. Das heisst, Claude oder ChatGPT können bei mir:
- Keyword-Recherche machen (inkl. Suchvolumen, Konkurrenz, SERP-Features)
- Backlink-Profile abfragen und vergleichen
- Technische Site-Audits triggern und die Ergebnisse interpretieren
- AI Search Visibility checken, also wie oft du in ChatGPT, Perplexity und Gemini erwähnt wirst
- SERP-Analysen fahren, inklusive AI Overviews
- Projekte in SE Ranking anlegen und Daten extrahieren
- Und vieles mehr
Ein paar konkrete Prompt-Beispiele, die du mit SE Ranking MCP in Claude oder ChatGPT umsetzen kannst. Wichtig, du solltest im Prompt immer klar sagen, dass der Assistent MCP nutzen soll. Sonst denkt er sich gern selber was aus.
Konkurrenzanalyse per Chat. «Zieh mir über den SE Ranking MCP alle Keywords, auf denen meine Konkurrenz beispiel.ch zwischen Position 4 und 20 rankt, die ein Suchvolumen über 100 haben und eine tiefe Keyword-Difficulty. Gib mir die Top 30 sortiert nach Potenzial.»
Backlink-Analyse. «Analysier die Backlink-Profile der Top 5 Shopify-Agenturen in der Schweiz und zeig mir die 20 gemeinsamen Domains, auf denen alle verlinkt sind, aber meine Seite nicht.»
AI Search Visibility Check. «Check die AI Search Visibility von danileitner.ch in ChatGPT und Perplexity für die Keywords rund um ‚SEO Beratung‘ und zeig mir die grössten Gaps zu den Top-Ergebnissen.»
Content-Briefing direkt aus SERP-Daten. «Bau mir aus den Top 10 SERP-Resultaten für ‚Keyword-Analyse‘ ein Content-Briefing mit H1, H2-Struktur, Zielgruppe, wichtigsten Entities und FAQ-Vorschlägen.»
Keyword-Clustering auf SERP-Basis. «Nimm diese 120 Keywords, check für jedes die SERP und gruppier sie so, dass Keywords mit überlappender SERP in dasselbe Cluster kommen. Gib mir pro Cluster eine Empfehlung, ob wir eine eigene Seite brauchen oder nicht.»
Reporting-Automatisierung. «Zieh mir monatlich die Entwicklung der Top 20 Keywords für Kunde X aus SE Ranking und der Google Search Console, kombinier die Daten und schreib einen kurzen Report, den ich dem Kunden schicken kann.»
All das läuft über Chat, ohne den Umweg über Tool-Interfaces und ohne dass du programmieren können musst.
Mein Tipp. Wenn du den Artikel bis hier gelesen hast und noch nie einen MCP-Server ausprobiert hast, dann mach das jetzt. 10 Minuten Setup und du hast einen SEO-Assistenten, der dir viel Arbeit abnimmt.
Was ich NICHT per API mache
Weil so ein Artikel sonst klingt, als ob ich alles automatisieren würde. Das ist es nicht
Ein paar Dinge, die ich bewusst nicht per API oder AI laufen lasse.
Ranking-Interpretation. Eine API kann dir sagen, dass du von Position 3 auf 8 gefallen bist. Aber warum, das muss jemand anschauen, der den Kontext kennt. Ein Relaunch? Ein Update? Neuer Wettbewerber? Das kann ich nicht automatisieren.
Content-Erstellung. Ich nutze AI maximal fürs Strukturieren. Selbst Content Briefings erstelle ich manuell, denn da geht viel von meinem Wissen rein. Und erst recht schreibe ich nicht mit KI. Meine Texte schreibe ich selber, oder hab ein Team von echten Textern für meine Kundenprojekte. Das ist kein ideologisches Statement. Das ist ein Qualitätsstandard.
Strategische Entscheidungen. Welches Thema wir mit einem Kunden angehen. Welche Keywords wir priorisieren. Welches Risiko wir fahren. Das sind Entscheidungen, die ich mit einem Menschen am Tisch treffe, nicht mit einem Claude-Chat.
Auch wenn die API super ist, um grosse Datenmengen zu durchsuchen, Dashboards zu bauen und konkrete Tools zu bauen. Sie ersetzen nicht die manuelle Suche auf Google, um ein Gefühl für die SERPs zu bekommen. Oder das Verständnis fürs Unternehmensmodell deiner Kunden und wie sie in den Markt passen.
Fazit
Wenn du nur eine Sache aus diesem Artikel mitnimmst, dann diese.
Die beste SEO API 2026 ist nicht die mit den meisten Features oder Endpoints. Sondern die, aus der du am schnellsten einen nutzbaren Workflow baust für deinen bestehenden Anwendungsfall.
Für die allermeisten Marketer, Consultants und SEO-Agenturen kann ich aktuell SE Ranking mit dem MCP-Server empfehlen. Faire Preisstruktur, alle wichtigen SEO-Daten an einem Ort und eine solide Datenbank für die Schweiz und darüber hinaus.
Falls du grad hier sitzt und denkst «Ok, ich sollte das eigentlich mal ernsthaft aufsetzen, aber wo fang ich an» ,dann meld dich. In meiner SEO-Beratung baue ich mit meinen Kunden genau solche Setups auf. Damit SEO-Daten nicht in Exports sterben, sondern in echten Entscheidungen landen.
