Wenn du online deine Produkte verkaufen möchtest, führt kein Weg an der Suchmaschinenoptimierung vorbei. Denn Google & Co (und jetzt auch ChatGPT & Co) sind die wichtigsten Quellen für Traffic und direkten Umsatz.
Doch wenn dein Shop mehrere tausend Produkte hat, mehrere Märkte bedient oder organischer Traffic einen sechsstelligen monatlichen Umsatz bedeutet, dann wird das Ganze schnell komplex und die typischen «SEO Checklisten» bringen dich nicht sehr weit.
In diesem Beitrag geht es genau um diese speziellen SEO-Ansätze, die du für E-Commerce-SEO machen musst, was die grössten Herausforderungen sind und worauf sich deine Strategie wirklich konzentrieren sollte.
Kurze Antwort
Wenn du online deine Produkte verkaufen möchtest, führt kein Weg an der Suchmaschinenoptimierung vorbei. Und die Ausrede “Es rankt nur Amazon und Galaxus” bringt dich leider auch nicht weiter.
Aber ich hab auch gute Nachrichten für dich: Mit der richtigen SEO Strategie wird Google deinen Onlineshop jedem dieser Giganten vorziehen. Wie? Das erfährst du in diesem Beitrag.
Bei Onlineshops findet man die grössten Hebel oft in der technischen SEO, Potenzial voll ausschöpfen mit Filtern und Kategorieseiten und das Vertrauen stärken für den Kunden, der bestellen sollte.
Neben der Optimierung auf der Webseite selbst sollte man aber auch das Google Merchant Center nicht unterschätzen, denn Google setzt immer mehr darauf, dass der Kunde Produkte bereits im Shoppingsnippet sieht und so durchklickt auf Webseiten.
- Die Herausforderung von SEO für Onlineshops
- Warum E-Commerce-SEO selten ein Content-Problem ist
- Warum das Shopsystem ebenfalls nicht das Problem ist
- Die wichtigsten SEO-Optimierungen für Onlineshops
- Saisonale SEO-Strategien für Onlineshops
- E-Commerce-SEO im Zeitalter von KI
- SEO-Kosten für Onlineshops
- Noch mehr Insights zu SEO?
- Weitere ins Thema eingraben
- Die neuesten Updates zu KI und GEO?
Mit Corona haben Onlineshop in der Schweiz, und eigentlich auch in der ganzen Welt, einen Boom erlebt, der nun langsam auf den Boden der Realität zurückkommt. Die Zahlen steigen nicht mehr «automatisch», sondern wir müssen anfangen, daran zu arbeiten. Das sagt auch eine Schweizer Onlinehändlerstudie aus 2023 von Post.ch.
Laut dieser Studie setzen bereits 89 % der Schweizer Onlinehändler auf Suchmaschinenoptimierung, zumindest von den 217 befragten Onlineshops. Mein persönliches Gefühl ist, dass diese Zahl bedeutend kleiner ist, wenn man alle Shops mit einbezieht, auch jene, die weniger bekannt sind.
Es wird also höchste Zeit, dass wir uns mit SEO für deinen Onlineshop beschäftigen.
Die Herausforderung von SEO für Onlineshops
Die eigentliche Herausforderung von E-Commerce-SEO liegt nicht in SEO selbst – sondern in der Komplexität des Systems. Ein Onlineshop ist keine Webseite mit Produkten. Es ist ein Ökosystem – und das bringt vier fundamentale Herausforderungen mit sich:
- Die technische Komplexität: Produktdaten kommen aus PIMs oder ERPs, nicht aus dem CMS. Änderungen durchlaufen Schnittstellen, Freigabeprozesse und mehrere Abteilungen. Was bei einer Content-Seite 10 Minuten dauert, braucht in einem Onlineshop vielleicht Wochen.
- Die strukturelle Dimension: Die Struktur umfasst tausende automatisch generierte Seiten – Produkte, Kategorien, Filter, facettierte Navigation. Jede strukturelle Entscheidung multipliziert sich über das gesamte Sortiment. Ein Fehler in der Logik kann zehntausende URLs betreffen
- Der Wettbewerbsdruck: Anders als bei Content-Websites konkurrierst du nicht nur mit ähnlichen Shops, sondern mit Amazon, Galaxus, Temu – Plattformen, auf denen Nutzer in Sekunden Preise, Lieferzeiten und Bewertungen vergleichen. Und jetzt auch noch mit der KI.
- Die Skalierung: Was bei 100 Produkten manuell funktioniert, bricht bei 10 000 zusammen. Onlineshops gehören zu den grössten und komplexesten Website-Typen – Skalierbarkeit ist Voraussetzung. Jede SEO-Massnahme muss automatisierbar, regelbasiert und systemisch sein.
Und jetzt kommt KI: Chatbots mit eigenen Checkouts, neue Protokolle für Produktdaten, Suchmaschinen, die Produkte direkt ausspielen, bevor ein Nutzer deine Seite je sieht. Das Ganze wird also nicht einfacher, sondern nur noch komplexer.
Warum E-Commerce-SEO selten ein Content-Problem ist
Die erste Reaktion auf schlechte Rankings ist fast immer: «Wir brauchen mehr Content.» Einen Blog, Texte für Kategorieseiten oder ausführlichere Produktbeschreibungen.
Der Grund dafür ist ganz einfach: Klassisches SEO funktioniert genau so. Mehr Content = mehr Keywords = mehr Rankings = mehr Traffic. Und bei reinen Content-Webseiten funktioniert das auch. Aber in Onlineshops liegt das grösste Potenzial meist ganz woanders.
Dein grösstes Ranking-Potenzial liegt oft in der richtigen Strategie, im Abfangen der Suchintentionen von Nutzern, in technischen Fehlern und Optimierungen der Navigation und Verlinkungslogik. Und erst dann kommt der Content. Denn ein 2.000-Wort-Text unten auf einer Kategorieseite bringt nichts, wenn Google diese Seite wegen falscher Canonicals gar nicht als indexierbar betrachtet.
Dazu kommt: Traditionelle Content-Produktion skaliert nicht. Du kannst nicht für 5.000 Produkte individuelle Beschreibungen schreiben lassen – auch nicht mit KI. Was skaliert, sind Datenstrukturen, regelbasierte Templates und automatisierte Generierung aus strukturierten Attributen. Wir müssen also noch einen Schritt zurückgehen, und zwar zu unseren Produktdaten.
Die Frage ist nicht: «Wie viel Content brauchen wir?» Die Fragen sind: «Haben wir das richtige Systeme, um Content zu skalieren?» Und: «Vergessen wir dabei nicht die technische Seite von SEO?»
Warum das Shopsystem ebenfalls nicht das Problem ist
Zu oft habe ich es schon gesehen: Ein Unternehmen macht einen Relaunch, weil es sich mit einem neuen System bessere Rankings erhofft. Ein Relaunch ist ein riesiges Projekt, auf das man sich nicht einfach so einlassen sollte – vor allem, wenn, wie wir gleich sehen werden, das Shopsystem zu wechseln, gar nicht die Lösung für das Problem ist.
Die gängigsten Shopsysteme der Schweiz
Wenn wir uns die Statistik von BuiltWith für 2025 anschauen, sieht die Schweizer Shopsystem-Landschaft so aus:
- Top 1: rund 36% nutzen Wix Stores
- Top 2: rund 16% nutzen Shopify
- Top 3: rund 10% nutzen Ecwid
- Top 4: rund 8% nutzen WooCommerce

Aber nur weil die Mehrheit ein System verwendet, heisst das noch lange nicht, dass es gut oder schlecht für SEO ist.
Was hier nämlich komplett fehlt: Über welche Grösse von Onlineshop sprechen wir? Ist Wix vielleicht beliebt bei kleinen Anbietern, die schnell ihren eigenen Shop haben wollen – aber ungeeignet für einen grossen Onlineshop mit komplexen Anforderungen und tausenden Produkten?
Was ist nun das beste Shopsystem für SEO?
Meiner Erfahrung nach kann man (fast) jedes System so verwenden, dass es für SEO geeignet ist. Bei manchen braucht es nur mehr Eigenentwicklung als bei anderen. Aber das alleine ist kein Grund, sich in ein grosses und riskantes Relaunch-Projekt zu begeben.
Der Grund, warum eine bisherige Strategie nicht funktioniert oder die Konkurrenz besser ist, liegt selten am Backend. Viel eher haben wir ein Problem in der Strategie, Skalierung und Priorisierung der SEO-Massnahmen.
Also: Egal welches Shopsystem bei euch gerade im Einsatz ist – vergiss das mal komplett und konzentriere dich darauf, wo die echten Hebel für E-Commerce-SEO liegen.
Die wichtigsten SEO-Optimierungen für Onlineshops
Die 4 Ebenen, die wir eben besprochen haben (Struktur, System, Markt und Organisation), werden unsere ganze SEO-Strategie begleiten. Das heisst, wir behalten diese mal im Hinterkopf. Aber was sind nun die SEO-Massnahmen, die ein Onlineshop angehen sollte?
Produktdaten & Kategorisierung
Der Grundbaustein jedes Onlineshops sind die Produkte, denn das ist, was wir verkaufen wollen. Der Kern von E-Commerce-SEO sind also die Produktdaten.
Diese Produkte kann man aber auf viele verschiedene Arten kategorisieren. Und hier kommt der Nutzer ins Spiel, denn meistens wird nach einer Kategorie gesucht und nicht direkt nach dem Endprodukt.
Bei den meisten Onlineshops ist hier der grösste Hebel, die Kategorisierung auf die Suchintention auszulegen und alles Mögliche abzudecken, was ein Nutzer suchen könnte.
Hier sind ein paar Tipps, die dabei zu beachten sind
- Keine Herstellertexte bei den Produktdaten
Viele Hersteller geben beschreibende Texte vor, die man einfach verwenden kann. Das ist niemals eine gute Idee. Erstens machen das viele andere auch so, und zweitens ist das kein einzigartiger Text.
- Filter intelligent verwenden
In Onlineshops sind Filter eine grosse Chance, kleine und spezifische Suchintentionen (Long-Tail-Keywords) abzufangen. Allerdings ist hier eine Strategie nötig, denn ansonsten gibt es unendlich viele mögliche Kombinationen und wir blasen den URL-Korpus unnötig auf.
Ausflug: Was ist der URL-Korpus?
Damit bezeichnet man die Summe aller Seiten, die eine Website hat. Das heisst jede URL, die man eigentlich aufrufen kann und die von Google auch angezeigt werden kann.
Man sollte es hier nicht übertreiben, denn weniger ist hier mehr. Je grösser der URL Korpus, desto mehr hat Google zum Durchschauen und desto länger wird es dauern, bis Änderungen auch bemerkt werden.
- Verwenden von Feeds und Google Merchant Center
Jeder Shop sollte mittels Feed Produktdaten zur Verfügung stellen. Das ist eine Schnittstelle, mit der Tools wie zum Beispiel das Google Merchant Center die Informationen einfach abrufen können. Das ist vor allem wichtig, da das Google Merchant Center verwendet wird, um Shopping in Google zu befüllen, was bei Onlineshops die meisten Suchanfragen füllt. Und dazu kommt, dass genau dieses System auch die KI befüllt. Das sollte also 2026 nicht mehr ignoriert werden.
- Verwende strukturierte Daten bei Produkten
Bei Online-Shops sind strukturierte Daten wie Informationen zu den Produkten, Produktbewertungen, Preise oder Verfügbarkeit entscheidend. Diese Markup-Daten (wie z.B. “Product Schema Markup”) ermöglichen es Suchmaschinen, den Content auf den Seiten besser zu verstehen und in den Suchergebnissen Rich Snippets anzuzeigen, um die Klickrate und die Sichtbarkeit zu erhöhen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Produktdaten gut gepflegt sind und das CMS strukturierte Daten zulässt. Diese Daten werden auch für die KI immer wichtiger, da es so einfacher ist, deine Produkte zu verstehen.
- Hauptnavigation strategisch verwenden
Es muss nicht jede Kategorie in das Hauptmenü, aber genauso sollte das Hauptmenü auch nicht irgendwie gemacht werden. Es ist eine wichtige Funktion, um den Nutzer durch den Shop zu führen, damit er das findet, was er sucht, und zwar schnell. Genau daher sollte hier sehr viel Aufmerksamkeit einfliessen.
- Nutze weitere Möglichkeiten der Navigation
Sei es Breadcrumbs, Filter, Untermenüs (vor allem bei vielen Informationen auf den Produktseiten) oder Ähnliches. Es gibt viele Möglichkeiten, den Nutzer durch die Unmengen an Produkten und Kategorien zu navigieren, ohne dass er sich überfordert fühlt. Auch das sollte ein grosses Augenmerk bei der Strategie sein, sowie die interne Verlinkung.
Tipps für die Website-Struktur
Die Menüpunkte in der Website-Struktur eines Online-Shops sollten so organisiert sein, dass sie die Benutzerführung und Navigation erleichtern. Die genaue Struktur variiert je nach Art des Online-Shops und der angebotenen Produkte. In Hinblick auf SEO zeigt folgende Tabelle die wichtigsten Faktoren.
| Seite | Intention | SEO-Massnahmen |
| Startseite | Übersicht über das Produktsortiment, Suche nach bestimmter Kategorie/Marke etc. Wenn nach deiner Marke gesucht wird, landet man hier | optimiertes Snippet H1-Überschrift mit Main Keyword Kurze Einleitung (above the fold) Text mit KW-Fokus am Ende interne Verlinkungen |
| Kategorieseite | Suche nach Begriffen/Kategorien z.B. “Regenjacke Damen” | optimiertes Snippet H1-Überschrift mit Main Keyword Kurze Einleitung (above the fold) Produkte & FilterText mit Keyword-Fokus interne Verlinkungen |
| Produktseiten | Suche nach bestimmten/ spezifischen Produkten | optimiertes Snippet H1-Überschrift mit Produktname Kurzfassung Bewertungen (Rich Snippets) Produktbeschreibung ähnliche Produkte Breadcrumb Navigation |
| Blog | Suche nach Informationen (vor und nach dem Kauf) | informationelle Keywords optimierte Snippets H1-Überschrift mit Main Keyword Saubere Überschriftenstruktur Einbindung Secondary Keywords Content-Design (Bilder, Grafiken etc.) interne Verlinkungen |
Ladezeit (Core Web Vitals)
Seit Google die Core Web Vitals eingeführt haben, hat die Ladezeit einer Website eine neue Bedeutung bekommen. Aber eigentlich ist das Ganze nichts Neues.
Google selbst hat schon im Jahr 2006 Experimente durchgeführt mit der Ladegeschwindigkeit von den Suchergebnissen. Amazon hat ca. zur gleichen Zeit festgestellt, was 100ms längere Ladezeit bedeutet, nämlich weniger Revenue.
“… we had a similar experience at Amazon.com. In A/B tests, we tried delaying the page in increments of 100 milliseconds and found that even very small delays would result in substantial and costly drops in revenue.”
– Geeking with Greg
Hier ein paar Daten dazu:
- Amazon hat in 2007 festgestellt, dass eine Verbesserung von 100ms zu 0,6 % mehr Umsatz geführt hat
- Walmart hat 2012 dokumentiert, dass 100ms Verbesserung zu 2 % mehr Conversion geführt hat
- Akamai präsentierte 2017, dass 100ms langsamere Ladezeit die Conversion Rate um 7% senkt
- Und 2020 hat Deloitte festgestellt, dass 100ms Verbesserung auf Mobilgeräten die Conversion Rate um 1 % verbessert
Quelle: Fortune 50 Site Speed Improvement Case Study
Weitere Studien: https://www.uforocks.com/blog/site-speed-impact
Was kannst du machen, um die Ladezeit zu verbessern?
- Optimieren der Bilder: Vor allem Webshops haben sehr viele Bilder, diese sollten nicht zu gross sein
- Die Nutzung von Browser-Caching
- Die Minimierung von CSS und JavaScript
- Den Einsatz von Content Delivery Networks (CDNs)
Um die Ladezeit deiner Website zu beurteilen, kannst du diese mit dem Gratis-Tool von Google testen: PageSpeed Insights.
Das Ergebnis ist eine Nummer zwischen 0 und 100 – wobei 0 absolut schlecht und 100 perfekt ist.
Kleiner Tipp: Prüf nicht nur die Startseite, sondern auch die Kategorieseite und Produktseite.
Berechne die SEO Kosten für die SEO Optimierung deines Onlineshops
SEO nach Templates (Skalierbarkeit)
In Onlineshops arbeitete man vor allem mit Templates. Das heisst, die Produktseiten haben immer denselben Aufbau, genauso die Kategorieseiten. Der Inhalt wird dann aus den Produktdaten befüllt. Es ist bei einem Onlineshop einfach nicht möglich, dass wir jede Produktseite einzeln aufbauen. Denn das würde einfach nicht skalieren.
Schauen wir uns nun diese einzelnen Templates genauer an und was darauf aus SEO-Sicht wichtig ist.
Kategorieseite
Im SEO von Onlineshops sind die Kategorieseiten mit Abstand die wichtigsten Seiten. Denn Kunden suchen in den meisten Fällen nicht nach dem exakt genauen Produkt wie “Regenjacke Mammut XYZ 2000”, sondern nach den Begriffen “Regenjacke Frauen”, “Regenjacke Herren” oder vielleicht noch “Regenjacke Mammut”. Das alles sind Kategorieseiten.
Eine Kategorieseite ist zum einen ein Einstiegspunkt aus Google und zum anderen sollte sie deine Kunden an die Hand nehmen und Schritt für Schritt durch die Seite führen bis zum besten Produkt. Wir können hier eventuelle Fragen bereits beantworten. So wie ein Verkäufer in einem physischen Shop in einer speziellen Abteilung.
Im Folgenden siehst du, was auf einer Kategorieseite unbedingt vorhanden sein sollte:
| ✅ | Beschreibende Überschrift – nicht «Jacken», sondern «Jacken für Kinder» |
| ✅ | Content in der Einleitung im sichtbaren Bereich |
| ✅ | Produkte – auch die müssen vorhanden sein, damit es wirklich eine Kategorieseite ist |
| ✅ | Filter – um bei vielen Produkten weiter einschränken zu können |
| ✅ | Verlinkung auf passende Unter- oder Überkategorien |
| ✅ | Evtl. beschreibender Text unterhalb mit FAQs, mit wichtigen Fragen & Antworten |

Produktseiten
Natürlich sind auch die Produktseiten wichtig in einem Onlineshop, denn das ist, wo der Kauf dann eigentlich stattfindet. Diese Templates müssen so gestaltet sein, dass alle wichtigen Informationen am besten direkt im sichtbaren Bereich Platz haben, und weiter unten noch zusätzliche Informationen und Details, die für die Kaufentscheidung wichtig sind.
Dabei ist nicht nur wichtig, wie das Produktseitentemplate aufgebaut wird, sondern auch, woher die Daten kommen und welche Daten wir im Hintergrund pro Produkt auch gepflegt haben.
Das sollte alles auf der Produktseite berücksichtigt werden
| ✅ | Unsichtbare Elemente: Snippets (Title & Description) sowie strukturierte Daten (schema.org) |
| ✅ | Überschrift mit dem Produktnamen |
| ✅ | Mehrere Produktbilder |
| ✅ | Die wichtigsten Informationen wie Preis, Grösse, etc. sollten in der Nähe von Bildern und Überschrift stehen |
| ✅ | Hilfreicher & einzigartiger Inhalt, der den Kauf unterstützt |
| ✅ | Hilfreiche Verlinkung wie zu ähnlichen Produkten und Breadcrumbs zu den Kategorien |
| ✅ | Produktbewertungen und Kaufbutton |
| ✅ | Optional: Lieferbedingungen und Zeiten können hier auch schon sehr sinnvoll sein |

Autorität im E-Commerce: extern UND intern
Autorität war im SEO schon immer ein wichtiger Punkt. Während man sich oft dabei nur auf Backlinks konzentriert, gibt es noch viel drumherum, was zu beachten ist. Denn es geht um Vertrauen – Vertrauen von potenziellen Kunden, von Suchmaschinen, von KI.
Vertrauen des Kunden gewinnen
Wenn ich deinem Shop nicht vertraue, ist das Letzte, was ich machen werde, meine Kreditkarteninformationen bei dir einzugeben. Ein entscheidender Faktor ist einfach das Vertrauen und die Autorität, die dein Onlineshop ausstrahlt.
Und das nicht nur für deine Kunden, sondern auch Google braucht Trust Signale, um dich weiter vorne zu platzieren.
Hier sind konkrete Tipps, wie du Vertrauen aufbauen kannst:
- Transparente Shop-Informationen
Es sollte logisch sein: Wenn ich bei dir meine Kreditkarte hinterlegen sollte, um etwas zu kaufen, dann brauche ich ein gewisses Grundvertrauen, dass diese Seite seriös ist. Während das für viele grosse Onlineshops absolut klar ist, gibt es einige kleinere da draussen, die immer noch hier Lücken haben:
- Wer steckt hinter dem Onlineshop? Das heisst, hast du eine Über-uns-Seite?
- Impressum, AGBs, Datenschutz – heute einfach ein Muss und Standard in Europa
- Versand- und Rückgabebedingungen sind immer noch Seiten, die oft von Kunden VOR dem Kauf.
- Gepflegter Content & modernes Design
Eine Produktseite ohne jegliche Informationen und nur mit einem Bild ist nicht das, was ich mir als Kunde erwarte, wenn ich online etwas kaufen will. Genauso gibt es manche Onlineshops, die seit Jahren ein neues Design nötig haben. Je liebloser all das ist, desto mehr fühlt es sich an, als sollten wir der Seite nicht vertrauen.
Und auch wenn du in einer Nische bist, in der das funktioniert, weil alle so ausschauen, hinterlässt du niemals ein sicheres Gefühl beim Kunden und könntest es noch viel, viel besser machen (auch auf den Umsatz bezogen).
- Weitere Vertrauenssignale
Es gibt noch ganz viele andere Dinge, die man machen kann, um das Vertrauen in den Shop zu stärken. Wobei diese optional sind. Social-Media-Kanäle zum Beispiel, Gütesiegel und Zertifikate oder auch Kundenbewertungen. All das sieht man oft auf Onlineshops, und das aus gutem Grund.
Weitere SEO-Strategien für Onlineshops
Nachdem wir all das nun umgesetzt haben, können wir uns wirklich daran machen, einen Blog zu erstellen. Wobei ich mit Blog eine informative SEO-Strategie meine.
Dabei eignen sich zum Beispiel:
- Produktvergleiche: Hilf deinen Kunden sich für ein Produkt zu entscheiden, indem du diese direkt vergleichst und Vor- und Nachteile auflistest.
- Kaufguides: Bei Produkten, bei denen es mehrerer Dinge zu bedenken gibt, kann ein Guide sehr sinnvoll sein, damit sich der Kunde entscheiden kann.
- Kundenstory: Um Social Proof zu generieren, sind Kundengeschichten eine ideale Möglichkeit. Die Erfahrungsberichte zeigen, wie und warum dein Produkt geholfen hat oder wie es verwendet wird.
- Nach dem Kauf: Von der richtigen Anwendung über die Reinigung bis hin zu Reparaturen – stelle fest, dass du deine Kunden auch nach dem Kauf abholst und berätst.
Plus: All diese Beiträge etc. können ideal in einer Upselling-Strategie eingebaut werden und z.B. auch für Social-Media-Inhalte verwendet werden.
Ein wunderschönes Beispiel dafür finden wir auf dem Onlineshop von Appenzeller Gurt. Hier wurde kein reiner Blog erstellt, sondern etwas, was sich jeder Hundebesitzer, der ein Halsband für seinen Hund sucht, fragt: Welche Gösse braucht mein Hund?

Saisonale SEO-Strategien für Onlineshops
Bei Onlineshops gibt es ein Thema, das besonders wichtig ist und oft komplett falsch behandelt wird aus SEO-Sicht, und das sind saisonale Veränderungen. Sei es wegen spezieller Rabattaktionen, dass Produkte aus dem Sortiment genommen werden oder neu eingeführt werden. Hier muss man besonders vorsichtig sein, was man macht.
Du schaust lieber ein Video zu dem Thema, als zu lesen?
Black Friday, Weihnachten, Valentinstag und andere saisonale Inhalte
Im Marketing allgemein und vor allem in PPC fängt man schon Monate vorher an, diese ganzen saisonalen Aktionen vorzubereiten. Sei es die typischen Ereignisse wie Black Friday, Weihnachten, Ostern, etc. Oder auch die speziellen Rabattaktionen wie jene im Januar oder im Sommer.
Während wir im PPC die Seiten einfach online schalten und Werbung draufmachen, funktioniert das im SEO nicht ganz so gut und schnell. Und nichts bringt es uns, wenn unsere Landingpage dafür erst nach der Aktion rankt.
Was du beachten solltest für SEO:
- Die Vorbereitung muss schon Monate vorher passieren. Für Black Friday starten wir schon in den Sommermonaten. Es braucht da also schon eine Strategie und die fertige Landingpage wird publiziert.
- Wir wollen immer nach vorne schauen, das heisst, uns für das nächste Jahr positionieren, sobald das letzte vorbei ist. Es sollte also jetzt nicht die Weihnachten 2025-Seite bis November 2026 online sein.
- Niemals die Seite löschen nach dem Event. Das Ziel ist es, eine Seite pro Event zu haben, welche IMMER online bleibt. Es gibt dafür verschiedene Strategien, um während der Übergangszeit einfach nur E-Mail-Adressen zu sammeln, aber niemals einfach offline nehmen und für nächstes Jahr dann wieder publizieren.
- Niemals die Jahreszahl in der URL verwenden, genau wegen des Punktes vorher. Du wirst sonst nächstes Jahr ein Problem haben, dieselbe Seite zu verwenden. Der Vorteil ist auch, dass du nicht die Valentinstagsseite der letzten 20 Jahre hast damit.
- Vergiss nicht, die Metadaten (Snippet, Title & Description) anzupassen, nicht dass dort noch die alte Jahreszahl drinnen steht.

Handhabung von «Nicht mehr lieferbar» (Out of Stock)
Ohne Zweifel ist das einer der grössten Punkte in Onlineshops, die SEO Strategien auf die Probe stellen. Das Wichtige ist hier, ein klares System zu haben und genau zu entscheiden, was in welchem Fall gemacht werden sollte.
Hier die Optionen, die du hast, und wann du welche am besten verwendest:
Seite bleibt aktiv (bei vorübergehender Nichtverfügbarkeit)
Wenn das Produkt bald wieder verfügbar ist, dann sollte die Seite definitiv aktiv bleiben und einfach nur mit einer Information hinterlegt werden.
Der grosse Vorteil ist: Wir behalten die Autorität, Links, Traffic und Rankings von der Seite.
Wichtig: Eine vorübergehende Nichtverfügbarkeit kann auch bei saisonalen Produkten der Fall sein, wie Adventskalendern. Wenn diese wirklich nächstes Jahr kommt, dann ist es ebenfalls besser, dass die Seite aktiv bleibt, und einfach aus der Navigation genommen wird.
Seite umleiten (wenn Produkt ersetzt wird)
Wenn das Produkt komplett aus dem Sortiment genommen wurde, oder ersetzt wird durch ein neueres, dann sollten wir die Seite auf jeden Fall umleiten, damit der Nutzer und Google nicht auf einer 404 Seite landen.
Am besten wird eine 301-Weiterleitung zu einem gleichwertigen Produkt oder einer gleichwertigen Kategorie eingerichtet.
Der Vorteil ist, dass die Autorität und auch die Rankings auf die relevante neue URL übertragen werden, sofern sie vergleichbar ist.
URL löschen (wenn keinen SEO-Wert)
Dann gibt es natürlich auch Produkte, die vielleicht aus dem Sortiment genommen werden, weil sie niemals verkauft wurden und keine Nachfrage haben (oder nicht mehr haben). Wenn diese Seite wirklich absolut nichts von Google & Co. bekommt, und nicht mal indexiert ist, dann kann sie auch nichts verlieren. Das heisst, wir können sie einfach löschen und landen auf einer 404 Seite.
Aber das wirklich nur, wenn keine SEO-Signale vorhanden sind!
Handhabung von «Kommt bald» (Coming Soon)
Es kann vorkommen, dass ein neues Produkt gelauncht wird. Oft kommt es dabei schon lange bevor das Produkt verkauft wird zu einem Hype – vor allem bei bekannten Marken. Zum Beispiel ein neues iPhone, das angekündigt wird, lange bevor der Verkauf startet.
Auch das muss speziell behandelt werden im SEO. Deine Roadmap sollte ungefähr so ausschauen:
- Produktseite erstellen mit Foto, Preis, Informationen, die du hast, sobald der Hype startet. In diesem Fall ohne den Button zum Kaufen.
- Sobald du das Produkt verkaufen kannst, aktiviere den Kaufbutton.
Natürlich gibt es hier mehrere Möglichkeiten, wie Landingpages zu erstellen, die man nachher auf das Produkt weiterleitet. Das hängt ein bisschen von deiner Strategie ab. Das Wichtige ist aber einfach, nicht bis zum Tag des Launches zu warten, um eine Seite online zu bringen.

E-Commerce-SEO im Zeitalter von KI
Einer der Bereiche in KI, welcher sich am meisten weiterentwickelt hat in den letzten Monaten, ist E-Commerce. In meinem KI-Whitepaper das ich laufend für meine Newsletter Subscriber erweitere, geht es fast wöchentlich um dieses Thema.
Wenn wir uns nur die bedeutendsten News dazu ansehen:
- Im September 2025 bringt OpenAI ein neues Produkt raus: Buy it in ChatGPT
- Im November 2025, rechtzeitig zur Weihnachtssaison, führt Google einen neuen Shopping-AI-Mode ein
- Und im Januar 2026 veröffentlicht Google ein neues Universal Commerce Protocol (UCP) für Agentic Check-outs.
Und die Reise ist noch nicht vorbei. Es wird intensiv in genau diesen Bereich der KI investiert. Produktempfehlungen, Produktvergleiche, besten und günstigsten Anbieter finden und dann am besten noch direkt im KI-Chat-Ökosystem kaufen.
Für Onlineshops heisst das vor allem eines: die Änderungen zu beobachten und am Zahn der Zeit zu sein, um rechtzeitig reagieren zu können.
Während wir vielleicht noch nicht alles wissen können, zum Beispiel welcher Protokoll irgendwann auf jedem Onlineshop implementiert werden muss, um Agentic Check-Out zu ermöglichen, gibt es bestimmte SEO-Ansätze, bzw. GEO (Generativ Engine Optimization) Massnahmen, die jetzt schon gemacht werden sollten, um auch für die KI bereit zu sein.

Technische Basis für KI-Suchmaschinen
Zuallererst kommen wir dabei wieder auf die technische Basis zurück. Je sauberer und verständlicher unsere Webseite ist, desto besser kann sie nicht nur Google, sondern auch die KI verstehen.
Dabei sind Dinge wie strukturierte Daten wichtig oder auch, dass wir nichts hinter JavaScript verstecken. Dass unsere Produktschnittstelle sauber ist und wir die Produktdaten gut gepflegt haben.
Es gibt viele Basissachen, die einfach funktionieren sollten, damit alles, was noch kommt in Richtung KI, einfach integriert werden kann.
Produkt-Feed & Google Merchant Center
Wir wissen heute schon, dass Google die Daten aus dem Shopping-Feed auch für seine KI Systeme nutzt. Das heisst, alles, was wir machen, um unsere Produkte über Schnittstellen zu übergeben, ist es, was uns in die richtige Richtung bringt.
Das Produkt Feed ist dabei das, was wir aktuell bereits steuern können. Und um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, in den Google-KI-Produkten zu erscheinen, sollten wir das Google Merchant Center nicht ignorieren.
Reputation Management & Marken SEO
KI verwendet Informationen von überall her, was Reputations Management umso wichtiger macht. Wer jetzt schon dafür sorgt, dass Kundenbewertungen reinkommen, dass die Marke des eigenen Shops bekannt wird und von anderen erwähnt wird, der positioniert sich für Erwähnungen in der KI.
Die wichtigsten Fragen an die KI haben mit Vergleichen, persönlichen Empfehlungen und dem zu tun, was andere über ein Produkt bzw. Marke sagen. Und genau das kann den Unterschied machen, warum ChatGPT & Co. deinen Shop jemandem ans Herz legt oder nicht.
Die neuesten Updates zu KI und GEO?
Diese findest du in meinem «KI und jetzt?» – Whitepaper, das ich laufend aktualisiere. Dort findest du die wichtigsten News, weitere Infos zu GEO, Massnahmen, wie du auf ChatGPT erwähnt wirst, Studien und Experimente, Ressourcen & Tools. Das Ganze exklusiv in meinem Newsletter.
SEO-Kosten für Onlineshops
Wie du in diesem Beitrag bereits gesehen hast, ist ein Onlineshop eine etwas komplexere Webseite. Wenn du nur ein paar Produkte hast und Kategorien, wird die Seite sehr schnell gross und es können sich alle möglichen technische Fehler einschleichen.
Hinzu kommt, dass SEO hier nicht nur heisst, die Webseite zu optimieren, sondern mit KI und Google Merchant Center noch mehr Elemente relevant sein können.
Umso wichtiger ist es, dass du realistische Vorstellungen hast, wenn es darum geht, dass du dir einen SEO Experten ins Team holst. SEO für Onlineshops gibt’s nicht für 1.000 CHF. Das ist unmöglich und unseriös.
Schau dir dazu meinen Beitrag zu Kosten von SEO an – dein Onlineshop fällt hier direkt in mittlere oder grosse Webseite. Alternativ kannst du hier auch direkt den SEO Kostenrechner ausfüllen, ich habe hier Onlineshops berücksichtigt in der Preisberechnung.
Noch mehr Insights zu SEO?
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Weitere ins Thema eingraben
Natürlich ist dieser Beitrag nicht alles, was es zu dem Thema gibt, und hier findest du noch weitere interessante Links.
Mehr zu GEO findest du in meinem Hub zum Thema KI Optimierung.
In der Studie der Schweizer Post zu den Trends im Onlinehandel findest du noch viele weitere Daten, die nicht alle mit Suchmaschinenoptimierung zu tun haben.
In meinem Vortrag beim WordPress Meetup in Zürich im November 2023 sprach ich ebenfalls über SEO für Onlineshops. Das Video dazu kannst du auf YouTube nachsehen: Finde den Fehler – 13 häufige und kritische SEO-Fehler von Onlineshops

